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Jahrgang 8-10

Menschenrechte in Guinea - Eine 16jährige berichtet

„Die Menschenrechte sind weitgehend eingeschränkt, weil die Justiz schlecht ausgestattet, schlecht bezahlt und für Korruption anfällig ist. Menschenrechtsübergriffe staatlicher Stellen werden praktisch nicht verfolgt. Beschuldigte werden in Polizeistationen systematisch gefoltert, teilweise auch in den Gefängnissen.“ So steht es sachlich im Bericht des Auswärtigen Amtes über das westafrikanische Land Guinea. Eine andere Bedeutung dieser Fakten entsteht aber, wenn das Land ein Gesicht bekommt und Menschen ihre Geschichte erzählen.

Menschenrechte in Guinea - Eine 16jährige berichtet
So erfuhr es jetzt der Französisch-Kurs der Jahrgangsstufe 10 durch den Besuch eines gleichaltrigen Mädchens aus dem tropischen Land am Atlantischen Ozean. Djamila (Name geändert) lebt seit neun Monaten in Herne - ohne ihre Eltern. In ihrer Landessprache Französisch berichtete die Jugendliche von ihrem Leben in einem der ärmsten Länder der Erde, von Stellenwert der Familie und der Rolle der Frau in der dortigen Gesellschaft. In Guinea sind Zwangsverheiratungen noch immer an der Tagesordnung.
Ausgangspunkt für die Einladung war die Lektüre des Buches „Marie, reviens“, in deren Mittelpunkt eine Schülerin steht, die nach den Ferien nicht aus ihrem Heimatland Senegal nach Europa zurückkehrt. Die Mitschüler befürchten, dass sie zwangsverheiratet worden ist.

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